„Das geheime Band zwischen Mensch und Natur“ von Peter Wohlleben
Als Waldbaden-Kursleiterin bin ich natürlich neugierig auf alles, was Wohlleben über die Verbindung zwischen Mensch und Natur schreibt. Tatsächlich bestätigt das Buch vieles, was ich bei meinen Waldauszeiten selbst erlebe – plus wissenschaftlichem Unterbau.
Die Heilkräfte des Waldes
Was ich in Büchern zum Thema Wald immer aufsauge wie ein Schwamm: Wohlleben liefert wissenschaftliche Belege für das, was Menschen beim Aufenthalt unter Bäumen spüren. Laut den Studien, die er zitiert, wirkt der Wald so:
- Stress reduziert: Wohlleben beschreibt, wie schon 15 Minuten unter Bäumen messbar den Cortisolspiegel senken – das Stresshormon, das uns im Alltag oft dauergeplagt macht.
- Das Immunsystem stärkt: Er erklärt, wie die Phytonzide – pflanzliche Antibiotika zum Einatmen – unsere Killerzellen aktivieren. Quasi eine kostenlose Immuntherapie beim Spaziergang.
- Den Blutdruck reguliert: Laut Wohlleben können regelmäßige Aufenthalte im Wald hohen Blutdruck senken und das Herz-Kreislauf-System positiv beeinflussen.
- Die Psyche stabilisiert: Das Buch zeigt auf, wie Naturerfahrungen Ängste reduzieren, die Stimmung verbessern und sogar bei Depressionen helfen.
- Konzentration und Kreativität fördern: Wohlleben beschreibt, wie ein Aufenthalt im Grünen kognitive Fähigkeiten steigert und beim Fokussieren hilft.
Weitere Themen im Buch:
7 Sinne: Laut Wohlleben haben wir sieben Sinne. Nicht nur die klassischen fünf. Das erklärt, warum manche Menschen im Wald Dinge wahrnehmen, die sich nicht sofort erklären lassen.
Das „Herz“ der Bäume. Es gäbe Hinweise darauf, dass Bäume eine Art Puls besitzen, der Wasser durch ihre Adern bewegt. Und die spannende Frage nach Pflanzen und Bewusstsein – er diskutiert anhand neuer Forschungen, ob Pflanzen eine Art Intelligenz oder Empfindung besitzen könnten.
Fazit
Wohllebens Buch ist wissenschaftlicher Rückenwind für alle, die schon ahnten: Da ist mehr zwischen Mensch und Baum, als wir oft denken.

Hej, ich bin Peggy, Texterin für B2B-Unternehmen, ausgebildete Train the Trainerin und Kursleiterin für Waldbaden. Mit meinem Textbüro Wandelpunkt bringe ich komplexe Inhalte verständlich und unterhaltsam auf den Punkt.
Zum Weiterlesen:
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Pilze
Was haben Pilze und Eisberge gemeinsam? Bei beiden sehen wir nur einen Bruchteil ihres Körpers. Denn die Hütchen mit Stiel im Herbstwald verbergen unter der Erde ein weit verzweigtes Geflecht aus feinen Fäden, das Myzel. In den Wäldern von Oregon entdeckten Forscher das größte bekannte Lebewesen der Erde[1].
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Mit dem Förster auf der Schwäbischen Alb unterwegs
Habitatbäume sind so etwas wie die Waldhotels für Wildtiere. Um sie zu finden, ging es quer durch den Wald – Förster brauchen definitiv kein Fitnessstudio.
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Trainings und Waldbaden
Raschelndes Laub unter den Füßen oder raschelnde Seminarunterlagen. Auf den ersten Blick könnten klassische Trainings und Waldbaden kaum unterschiedlicher sein – oder?
